Am 7.6.2016 wurde die Cattery veterinäramtlich geprüft. Dazu erschien ein Amtstierarzt des Veterinäramtes des Kantons Zürich. Der freundliche Tierarzt inspizierte wirklich alles was im Zusammenhang mit der Tierhaltung steht: 

  1. Auflistung aller Tiere mit Chip-Nummern. Diese konnte bei allen Tieren - bei bereits bei ANIS gemeldeten war dies nicht nötig - mit dem Impfbüchlein abgeglichen werden. Stichproben welche mit dem Leser ermittelt wurden, bestätigten die Angaben. Die (vollständig vorhandenen) Impfbüchlein waren ein Thema, nicht aber die Impfungen. Das ist dem Züchter überlassen.
     
  2. Zustand der Tiere in Bezug auf Gesundheit, Ernährungsstand, allgemeines Erscheinungsbild. Es wurde ein sehr guter Zustand bestätigt. Jedes Tier wurde zudem fotografisch dokumentiert. Es konnten keinerlei Krankheiten (Durchfall, tränende Augen oder Ähnliches) festgestellt werden.
     
  3. Tierhaltung / Lebensraum / Umgebung. Überprüft wurde der Lebensraum (innerhalb des Hauses und ausser Haus im grossen Gehege), die Rückzugs- und Spielmöglichkeiten. Besser können es Katzen wohl kaum haben! (und darauf sind wir auch stolz!)
     
  4. Fütterung. Es wurde inspiziert wie und was gefüttert wird, ebenso wie es mit der Vorratshaltung des Tierfutters bestellt ist. Alles einwandfrei - und auch hier wurde alles dokumentiert.
     
  5. Sauberkeit / Katzenkisten. Ein Aufstellen von je einem Katzenklo pro Katze ist angesichts der doch beträchtlichen Anzahl Tiere ganz einfach nicht möglich (und auch kaum sinnvoll), aber es wurde festgehalten, dass mehr als genug Klo's aufgestellt sind und die Katzen zudem auch noch ins Freie gehen können. Auch hier: alles Bestens!
     
  6. Quarantäne-Zimmer. Es ist bei uns möglich, ein Zimmer als Quarantäne-Zimmer zu nutzen.
     
  7. Kitten. Genauso wie die grossen Katzen zeigten auch die vier  Kitten des I-Wurfes einen sehr guten Zustand.
     
  8. Dokumentation. Dies war zuerst ein Punkt der bemängelt wurde, da kein eigentliches Zuchtbuch geführt wird. Dagegen erhoben wir aber Einspruch, denn mit dieser HomePage wird transparent alles was zur Cattery gehört dargestellt. Beeindruckt war der Amtstierarzt von der Gewichtstabelle jedes Wurfes (die grafische Darstellung ergibt ein sehr schönes Bild vom Fortschritt der Kitten). Dieser Mangel wurde deshalb wieder gestrichen.

  9. Sachkundenachweis von Regula für die Hunde. Ebenso fotografisch dokumentiert wurden auch die beiden Sachkundenachweise (und Chip) der beiden Hunde.
     
  10. Medikamente. Ebenfalls fotografisch dokumentiert wurden die vorhandenen Medikamente (Panacur und Milbemax für die Entwurmung, Perlutex für die Kätzinnen die nicht sofort wieder eingedeckt werden sollen).
     

Der Amtstierarzt hielt fest, dass alle Anforderungen erfüllt seien und wir mit unserer Cattery teilweise weit darüber hinaus gehen würden.

Ein "Mangel" wurde aber dennoch dokumentiert. Es geht um die Lippe unserer Dione. Dione ist vor etwa vier Jahren von einem Holzgestell bei einem Nachbarn auf einen gespannten Draht abgestürzt und hat sich die Oberlippe aufgeschlagen. Diese Wunde verheilte aber nicht richtig, es bildete sich ein Geschwulst (Karzinom?), welches zwar nur sehr langsam aber doch stetig immer schlimmer wurde. Wir waren bereits bei vier Tierärzten und der Schaden wurde als inoperabel eingestuft. Es wurde festgehalten, dass so lange Dione richtig "tickt", nichts unternommen werden könne und müsse. Sobald sie aber leiden würde und nichts mehr fressen können, müsse sie eingeschläfert werden. Der Veterinär verlangte eine Bestätigung des aktuellen Zustandes durch unseren Tierarzt.

Etwas haben wir aber auch dazugelernt. Unsere Hobbyzucht wird ja sicher nicht vom kommerziellen Aspekt her betrieben, sondern aus Freude an den schönen Tieren. Es gibt aber nach Gesetz eine Grenze zwischen gewerblicher und Hobby-Zucht. Wer mehr als 5 Würfe oder 20 Kitten pro Jahr abgibt, fällt unter die gewerbliche Zucht. Dafür müssen aber theroetische Kurse und ein 3-monatiges Praktikum absolviert werden.

Wir haben uns auch mit dem Amtstierarzt über die Polydactylie unterhalten. Er hat da (mangels gesetzlicher Vorgaben) eine absolut pragmatische und tiergerechte Haltung: Da PP-Tiere darunter keineswegs leiden und auch sonst keine Probleme oder Nachteile damit bestehen, sehe er keinen Grund, dieses natürliche Phänomen zu verhindern oder zu verbieten.

 

Wir können festhalten: etwas Besseres als diese Inspektion konnte uns gar nicht passieren! Regula hat eine tiergerechte, korrekte Haltung aller Tiere bestätigt erhalten. Darauf kann sie stolz sein!